Prekarität und Geschlecht – Bleiberechtsperspektiven in der Schweiz
Corinne Reber, Rechtsanwältin und Co-Geschäftsleiterin Freiplatzaktion Zürich
Jenny Steiner, Arbeitsgeografin
Zahraa (Zahor) Alassadi, Unternehmerin und Aktivistin (Vierviertel-Initiative, Frauenstreik)
Moderation: Claudia Wilopo
Wir beleuchten an dieser Veranstaltung, wie Aufenthaltsbewilligungen in der Schweiz eng mit prekären Arbeitsverhältnissen und geschlechtsspezifischer Diskriminierung verknüpft sind. Im Ausländerrecht wurde der Sozialhilfebezug in den letzten Jahren immer stärker mit der Aufenthaltssicherheit verknüpft, was den Druck zu arbeiten für Menschen ohne Schweizer Pass nochmals erhöht hat. Im Zentrum unseres Gesprächs steht das Spannungsfeld zwischen der staatlich eingeforderten Integration und den schwierigen Lebensrealitäten vieler Menschen, die durch tiefes Einkommen, geschlechtsspezifisch verteilte Care-Arbeit und unsicheres Bleiberecht geprägt sind.
Deutlich wird dies etwa bei Müttern, die überwiegend unbezahlte Care-Arbeit leisten und die geforderte wirtschaftliche Unabhängigkeit bzw. Sozialhilfeunabhängigkeit nicht erreichen können. Dadurch geraten oder verbleiben sie in einer prekären aufenthaltsrechtlichen Situation. Oder wenn eine Person in einer gewalttätigen Beziehung bleibt, weil sie im Falle einer Trennung den Verlust ihres Aufenthaltsrechts befürchten muss.
Samstag, 2. Mai 2026, 16:15 Uhr im Walcheturm, Kanonengasse 20, 8004 Zürich
Für weitere Informationen siehe Programm 1.-Mai-Komitee
Auf dem Bild: Jenny Steiner, Claudia Wilopo, Zahor Alassadi und Corinne Reber (von links nach rechts)

