Asylstrategie 2027 – Aussortieren statt anhören

Unter dem Vorwand, das Asylsystem stärker auf Menschen auszurichten, die «tatsächlich» schutzbedürftig seien, wollen der Bundesrat und das Staatssekretariat für Migration (SEM) ein neues Asyl-Vorverfahren einführen. Durch diesen Filter könnten bestimmte Personen ausgeschlossen werden, ohne zuvor zu ihren Fluchtgründen angehört worden zu sein.

Was derzeit hinter den Kulissen des SEM geplant wird, dürfte die SchweizAsylpraxis der kommenden Jahre prägen – noch bevor die breite Öffentlichkeit davon Kenntnis nimmt. In ihrem Beitrag für das September Bulletin von Solidarité sans frontières (Sosf), zeichnen Marc Baumgartner (elisa-asile) und Raphaël Rey (CSP Genève) nach, wie die neue Asylstrategie entstanden ist, wer sie entwickelt hat und was sich damit für den Zugang zum Asylverfahren ändern könnte. Ein Text, der sich lohnt, bevor Ende 2026 die Gesetzgebungsverfahren beginnen.

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09. September 2026